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Tag 3: Über Shrewsbury & grausame Busse (1st February 2012)

Oh man, das war ein Tag! Hat so toll angefangen und so chaotisch aufgehört =D
Da die Gasteltern von Sarah und Anna gestern Abend noch erzählt haben, dass das Chirk Castle zu dieser Jahreszeit geschlossen hat, sind wir nun doch nicht nach Chirk gefahren. Stattdessen bin ich nach Shrewsbury, eine größere Stadt in der Nähe, gefahren. Da die beiden noch müde waren und ich Lust auf eine größere Stadt hatte, bin ich alleine gefahren.
Hinfahrt war kein Problem. Man muss zwar mit dem Bus zum nächsten Bahnhof und dann mit dem Zug weiter und brauch dafür verschiedene Fahrkarten, da Busgesellschaft und Bahngesellschaft nicht zusammenarbeiten, aber das ging schon. Natürlich habe ich ausgerechnet den Zug nach Shrewsbury erwischt, der Verspätung hatte, aber fünf Minuten kann man ja noch verschmerzen. Nach 1,5 Std. Fahrt bin ich dann in Shrewsbury angekommen und war etwas geplättet: So groß hatte ich mir die Stadt nicht vorgestellt, hat mich positiv überrascht. Zum Shoppen ist Shrewsbury perfekt geeignet, kann locker mit Heidelberg oder dem Rhein-Neckar-Zentrum mithalten! Da hab sogar ich was gefunden Nur hab ich den ganzen Tag einen zweiten Buchladen gesucht, da der erste zwar sehr günstig, aber sehr, sehr unübersichtlich war. Und ich wollte doch unbedingt ein paar tolle englische Bücher. Da ich mir dann dachte „besser zwei relativ gute als gar keins“ (die Bücher gabs im Doppelpack für nur 3 Pound = ca. 5 &euro, habe ich zugeschlagen. Zehn Minuten vor Ladenschluss habe ich dann einen tollen, gut sortierten Buchladen mit tollen Büchern gefunden, super, das hat mir dann auch nichts mehr gebracht!
Ladenöffnungszeiten: Die sind hier etwas strange, finde ich. Fast alle Geschäfte machen zwischen 16 und 17 Uhr zu, auch in so einer großen Stadt wie Shrewsbury. Fairerweise muss man aber dazusagen, dass einige dafür sonntags geöffnet haben. Wobei ich ja selbst von Calw 18 Uhr als Ladenschluss gewöhnt bin…
Vom Erscheinungsbild her fand ich Shrewsbury auch sehr schön und durch das beinah perfekte Wetter zum Fotografieren sind auch genug Bilder entstanden
Die Rückfahrt: Schrecklich! Zugfahren war ja noch ganz gut und schön. Hier haben die Züge übrigens alle einen kleinen gastronomischen Service mit Kaffee, Tee usw. sowie Steckdosen und Tische, ähnlich wie im IC und ICE in Deutschland. Jedoch finde ich das Zugfahren entgegen der Meinung meiner Gastmutter und unserer Sprachkursleiterin gar nicht so teuer. Ich habe 8,90 Pound für Hin- und Rückfahrt bezahlt, das sind etwa 11 € für, ich schätze mal, 30 Kilometer. Und dafür gibt es ICE-Qualität/Komfort
Nun ja, zur Rückfahrt: Nachdem ich in Ruabon, dem Ort in dem ich umsteigen muss, angekommen war, stellte ich fest, dass der nächste Bus erst in 25 Minuten fährt. Also warte ich… und warte… und warte. Irgendwann kommt dann ein anderer Bus in dem ich nach dem Bus nach Llangollen gefragt habe. Der Fahrer sagte mir, ich müsse dazu an die Hauptstraße (150m entfernt vom Bahnhof) gehen. Das habe ich getan und fünf Minuten später kam der erwartete Bus. Jedoch hatte ich bei der Hinfahrt bereits ein „Return Ticket“ gekauft, das heißt ich hatte eine Fahrkarte. Der Busfahrer hat mir daraufhin allerdings erklärt, dass ich damit nur mit anderen Bussen fahren kann, da er bei einer anderen Busgesellschaft arbeitet. Auf die Frage, wann der nächste Bus komme, meinte er, dass der nur kurz hinter ihm sein müsste.
Also warte ich weiter… und warte… und erfriere bei sicherlich Minusgraden… und warte… und warte. Insgesamt nochmal 55 Minuten! Die Bushaltestelle hatte übrigens keinen Fahrplan, daher dachte ich auch, dass der Bus jeden Moment um die Ecke kommt. Ich konnte meine Finger nicht mehr spüren. Und um mich noch ganz und gar zu schockieren, fährt der Bus erstmal an mir vorbei. Ich völlig entrüstet, was man mir wohl auch angesehen hat. Also hat der Busfahrer dann doch noch erkannt, dass ich mitfahren wollte und hat 50m später angehalten und mir erklärt, dass ich ein Handzeichen hätte geben müssen. Woher soll ich das wissen? Ist das nicht ziemlich eindeutig, wenn man in einem kleinen Ort an einer Bushaltestelle steht und die Taschen, die man auf den Boden gestellt hatte, hochhebt. Nach 2,5 Stunden bin ich dann also endlich und halb erfroren wieder in Llangollen angekommen…  und jetzt vermisse ich mein Auto noch mehr!

2.2.12 14:13

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(2.2.12 15:39)
Ja ja, so ist das mit dem Bus ;-)

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