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Ankunft in Wales

Wow, jetzt bin ich tatsächlich in Wales, wie ich es mir doch schon so lang gewünscht habe! Trotz allen Schwierigkeiten in Deutschland!

Eine mehr oder weniger kurze Zusammenfassung der ersten 24 Stunden Auslandspraktikum:
Vor dem Flug hatte ich ja riesige Angst, aber das hat erstaunlich gut geklappt. Bzw. so toll war es jetzt auch nicht am Flughafen zu erfahren, dass mein Koffer 20,8kg wiegt und damit jetzt schon 0,8kg zu schwer ist. Zum Glück hatten Anna und Sarah, die ebenfalls die nächsten 8 Wochen mit mir in Wales verbringen werden, da deutlich unter 20kg. Fragt sich nur, wie das bei mir mit dem Rückflug funktionieren soll… aber das dauert ja noch 8 Wochen
Meine Packweise war auch nicht so ideal, da ich am Flughafen noch meinen Laptop auspacken musste auf dem tausende Sachen lagen. Dann hatte der Flug auch noch ca. 45 Minuten Verspätung beim Abflug, bei der Ankunft noch ca. 30 Minuten. Der Flug an sich war aber gar nicht schlimm, selbst der Start und die Landung haben mir eigentlich keine Angst gemacht. Und so habe ich jetzt endlich meine eingebildete Flugangst überwunden
Nach dem ersten „Oh Gott, hier ist keiner der uns abholt“ kam dann doch jemand, sodass wir dann gegen 1 Uhr nachts Ortszeit (in Deutschland wäre das 2 Uhr nachts) bei unseren Gastfamilien ankamen. Beziehungsweise bei mir ist es eher nur eine Gastmutter. Sie lebt alleine und ist auch Vegetarierin, daher werden Vegetarier oft zu ihr geschickt, hat sie mir erzählt. Aber das ist ja eigentlich auch ganz praktisch
Es ist schwer über die Gastmutter nach nichtmal 24 Stunden zu urteilen. Erst dachte ich, sie interessiert sich relativ wenig für mich und wahrscheinlich auch ihre anderen Austauschschüler, die sie sonst hat. Aber beim Abendessen war sie dann doch ganz nett und hat viel mit mir geredet. Also ist mein Eindruck im Allgemeinen doch recht positiv. Jedoch ist es noch etwas gewöhnungsbedürftig das auf dem Sofa zu essen, da die Gastmutter keinen Esstisch hat. Das mache ich zwar zuhause auch ab und zu, aber meistens nur bei einfachen Speisen wie Pizza oder ähnliches. Und die Wohnung ist ziemlich voll, daher habe ich beispielsweise im Bad überhaupt keinen Platz mehr irgendwo meine Sachen hinzulegen, daher trage ich sie immer vom Bad in mein Zimmer usw. Als positiven Punkt muss man aber das wirkliche riesige und tolle Bett nennen! Das ist echt klasse
Heute Morgen ging es dann bei ECTARC (das ist die Organisation in Wales, die sich um mich kümmert) los. Nach einer kurzen Einführung zum Programmablauf und allgemeinen Dingen begann der Sprachkurs. Insgesamt sind wir zehn Leute, wir drei aus Deutschland und sieben Franzosen. Mit meinen 18 Jahren komme ich mir noch etwas jung vor, da die Franzosen zum größte Teil um die 25 Jahre alt sind und auch Anna und Sarah älter sind, wenn auch nur ein paar Jahre.
Allgemein fühle ich mich bei ECTARC und in dem Sprachkurs allerdings gut aufgehoben. Die Mitarbeiter bei ECTARC sind sehr nett und wirken sehr kompetent. Ehrlicherweise muss ich jedoch sagen, dass ich jetzt bei dem Sprachkurs noch nicht allzuviel gelernt habe, jedoch denke ich, dass es auf jeden Fall auch gut ist Englisch zu hören und zu sprechen, wenn auch nur auf einfachem Niveau, um sich dabei an die Sprache zu gewöhnen.
Am Nachmittag hatten wir dann noch kurze Einzelgespräche zu unserem „Work Placement“, also unserem Arbeitsplatz für die sechs Wochen nach dem Sprachkurs. Dort habe ich erfahren, dass ich höchstwahrscheinlich in die Glyndwr Library in Wrexham, das ist die University Library, kommen werde und nicht wie vom ILE (meiner Austauschorganisation in Berlin) gesagt in die St. Deinols bzw. Gladstone‘s Library. Allerdings finde ich das jetzt nicht schlimm, im Gegenteil. Mit meinem voraussichtlichen Arbeitsgebiet bin ich doch sehr zufrieden, hört sich sehr interessant und vielfältig an. Unter anderem heißt es, dass ich bei Anfragen, Recherchen, beim Einstellen (na gut, einstellen ist jetzt nicht meine Lieblingsaufgabe ), am Library Helpdesk und am Enquiry Helpdesk, beim Katalogisieren und noch vielem mehr helfen darf. Außerdem darf ich an Meetings wie dem „North Wales Libraries Partnership AGM“ teilnehmen. Hört sich interessant an, mal sehen ob wirklich so ein Meeting stattfinden in der Zeit in der ich dort bin. Ansonsten kann ich wohl auch noch einen Einblick in die Public Library und das Yale College bekommen, d. h. dort kann ich vielleicht einen Tag Praktikum machen oder sowas, nehme ich an. Hört sich auf jeden Fall sehr vielfältig und interessant an.
Nach dem Sprachkurs bin ich mit Sarah und Anna noch etwas den Ort anschauen gegangen und habe begeistert im Supermarkt gedacht „So viele tolle Sachen, die so lecker aussehen und die es in Deutschland nicht gibt! Die muss ich alle probieren!“ Also werde ich wohl kugelrund wiederkommen Und noch ein ganz wichtiger Gedanke: „Tee!“
Damit verabschiede ich mich für den ersten Tag, wobei ich das eh erst frühstens morgen (31.01) online stellen kann, da ich nur bei ECTARC oder in der Llangollen Public Library Internet habe. Für die jenigen, die es nicht wissen (das dürften 99 % sein =D): Es wird übrigens ungefähr „Thlangochlen“ ausgesprochen.

31.1.12 14:49

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Katrin (31.1.12 22:48)
Klingt sehr spannend :-) Essen auf dem Sofa kenne ich gerade auch gut, mir fehlt auch noch der Esstisch ;-) Dein Blog braucht aber noch Fotos! :-)


Vanessa (2.2.12 14:40)
Ich hab Fotos, auch welche die ich gern hier veröffentlichen wollte, aber die Mittagspause ist zu kurz, um die Fotos hochzuladen Hoffentlich spätestens in der nächsten Gastfamilie, wenn ich WLAN habe!

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