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1 Kommentar 4.2.12 23:06, kommentieren

Tag 4: Über Supermärkte & englisches Essen (2nd February 2012)

Schon vier Tage hier. Einerseits habe ich das Gefühl schon lange hier zu sein und mich etwas „eingelebt zu haben“, auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass ich erst gestern am Flughafen stand. Ich schätze mal, die Zeit hier wird echt schnell (zu schnell) vorbeigehen.

 

Auf speziellen Wunsch werd ich mal was über Supermärkte & Essen hier erzählen. Also was ich, wie schon mal erwähnt, erstaunlich finde, ist, dass die Supermärkte so lange offen haben. Das ist schon ziemlich praktisch und wenn man bedenkt, dass selbst das Kaufland in Weinheim (45.000 Einwohner!) „nur“ bis 22 Uhr offen und dann hat der Supermarkt hier in Llangollen (3.000 Einwohner) bis 23 Uhr offen?! Aber das lohnt sich auch nur als ECTARC-Schüler, in Weinheim würde ich (zumindest unter der Woche) nicht wirklich um 23 Uhr einkaufen wollen.

 

Was mir sonst noch an Unterschieden aufgefallen ist: Alle Supermärkte und teilweise auch andere Läden (z. B. Drogeriemärkte) verkaufen „To-Go“-Snacks (bitte fragt mich jetzt nicht, ob das ein richtiges englisches Wort wäre ;D). Zu diesen Snacks gehören Sandwiches, Salat, bereits fertig geschnittenes Obst und einiges mehr, was mir gerade nicht mehr einfällt Finde ich auf jeden Fall sehr praktisch, sowas möchte ich in Deutschland auch! Vielleicht wär’s dann mal etwas einfacher sich in den Mittagspausen halbwegs gesund zu ernähren

 

Was gibt es hier sonst noch zu essen, was es in Deutschland nicht gibt? Verschiedene Pies, kleine Teigteile mit z. B. Fleisch oder auch vegetarischen Dingen gefüllt. Und viele verschiedene Süßigkeiten! Gestern beim Warten auf den Bus habe ich aus Langweile eine halbe Packung Lakritzbonbons gegessen, die waren toll Und es gibt im Supermarkt Tiefkühlpizza mit Käse im Rand! Also abgesehen von den „Obstboxen“ und dem vielen Salat sind es eher viele ungesunde Dinge =D

 

Aber da ich hier abends Essen bekomme, habe ich bisher noch nicht wirklich was außer Süßigkeiten probieren können. Zum Essen bei meiner Gastmutter: Sagen wir es mal so… Sie gibt sich Mühe ;D Und ich freue mich auf meine nächste Gastfamilie

 

Im Moment ist es übrigens 20 Grad in meinem Zimmer. Sogar fast 21 Grad! Wieso ich das so begeistert schreibe? Na ja, die Waliser haben es wohl nicht so mit dem Heizen. Über Nacht geht die Heizung wohl gar nicht und tagsüber auch nur so halb. Von Sarah und Anna habe ich schon gehört, dass wohl im Ort manchmal die Heizungen nicht gehen, da es zu wenig Gas gibt. Also bin ich heute Morgen bei 10 Grad aufgewacht, da hat man richtig Lust aufzustehen und unter der Decke hervorzukommen *ironie* Bin mal gespannt, ob es bei den 21 Grad hier drin bleibt, das wäre natürlich traumhaft Ansonsten bleibt mir wohl nichts weiter übrig, als weiterhin zwanzigtausend Klamotten übereinander anzuziehen und in der Schule (dort ist’s auch nur ein bisschen wärmer) mit meiner Winterjacke dort rumzusitzen

 

Nachher gehen wir noch in einen Pub, vielleicht verschlägt es uns wieder zum „Prince of Wales“, wo es einen Billiardtisch (ich muss doch für Calw üben, vielleicht kann ich bis dahin dann sogar die echten Regeln ) gibt und wir am Dienstagabend auch noch die Franzosen aus unserem Sprachkurs getroffen haben. Also au revoir & bis morgen

 

1 Kommentar 4.2.12 16:20, kommentieren

Tag 3: Über Shrewsbury & grausame Busse (1st February 2012)

Oh man, das war ein Tag! Hat so toll angefangen und so chaotisch aufgehört =D
Da die Gasteltern von Sarah und Anna gestern Abend noch erzählt haben, dass das Chirk Castle zu dieser Jahreszeit geschlossen hat, sind wir nun doch nicht nach Chirk gefahren. Stattdessen bin ich nach Shrewsbury, eine größere Stadt in der Nähe, gefahren. Da die beiden noch müde waren und ich Lust auf eine größere Stadt hatte, bin ich alleine gefahren.
Hinfahrt war kein Problem. Man muss zwar mit dem Bus zum nächsten Bahnhof und dann mit dem Zug weiter und brauch dafür verschiedene Fahrkarten, da Busgesellschaft und Bahngesellschaft nicht zusammenarbeiten, aber das ging schon. Natürlich habe ich ausgerechnet den Zug nach Shrewsbury erwischt, der Verspätung hatte, aber fünf Minuten kann man ja noch verschmerzen. Nach 1,5 Std. Fahrt bin ich dann in Shrewsbury angekommen und war etwas geplättet: So groß hatte ich mir die Stadt nicht vorgestellt, hat mich positiv überrascht. Zum Shoppen ist Shrewsbury perfekt geeignet, kann locker mit Heidelberg oder dem Rhein-Neckar-Zentrum mithalten! Da hab sogar ich was gefunden Nur hab ich den ganzen Tag einen zweiten Buchladen gesucht, da der erste zwar sehr günstig, aber sehr, sehr unübersichtlich war. Und ich wollte doch unbedingt ein paar tolle englische Bücher. Da ich mir dann dachte „besser zwei relativ gute als gar keins“ (die Bücher gabs im Doppelpack für nur 3 Pound = ca. 5 &euro, habe ich zugeschlagen. Zehn Minuten vor Ladenschluss habe ich dann einen tollen, gut sortierten Buchladen mit tollen Büchern gefunden, super, das hat mir dann auch nichts mehr gebracht!
Ladenöffnungszeiten: Die sind hier etwas strange, finde ich. Fast alle Geschäfte machen zwischen 16 und 17 Uhr zu, auch in so einer großen Stadt wie Shrewsbury. Fairerweise muss man aber dazusagen, dass einige dafür sonntags geöffnet haben. Wobei ich ja selbst von Calw 18 Uhr als Ladenschluss gewöhnt bin…
Vom Erscheinungsbild her fand ich Shrewsbury auch sehr schön und durch das beinah perfekte Wetter zum Fotografieren sind auch genug Bilder entstanden
Die Rückfahrt: Schrecklich! Zugfahren war ja noch ganz gut und schön. Hier haben die Züge übrigens alle einen kleinen gastronomischen Service mit Kaffee, Tee usw. sowie Steckdosen und Tische, ähnlich wie im IC und ICE in Deutschland. Jedoch finde ich das Zugfahren entgegen der Meinung meiner Gastmutter und unserer Sprachkursleiterin gar nicht so teuer. Ich habe 8,90 Pound für Hin- und Rückfahrt bezahlt, das sind etwa 11 € für, ich schätze mal, 30 Kilometer. Und dafür gibt es ICE-Qualität/Komfort
Nun ja, zur Rückfahrt: Nachdem ich in Ruabon, dem Ort in dem ich umsteigen muss, angekommen war, stellte ich fest, dass der nächste Bus erst in 25 Minuten fährt. Also warte ich… und warte… und warte. Irgendwann kommt dann ein anderer Bus in dem ich nach dem Bus nach Llangollen gefragt habe. Der Fahrer sagte mir, ich müsse dazu an die Hauptstraße (150m entfernt vom Bahnhof) gehen. Das habe ich getan und fünf Minuten später kam der erwartete Bus. Jedoch hatte ich bei der Hinfahrt bereits ein „Return Ticket“ gekauft, das heißt ich hatte eine Fahrkarte. Der Busfahrer hat mir daraufhin allerdings erklärt, dass ich damit nur mit anderen Bussen fahren kann, da er bei einer anderen Busgesellschaft arbeitet. Auf die Frage, wann der nächste Bus komme, meinte er, dass der nur kurz hinter ihm sein müsste.
Also warte ich weiter… und warte… und erfriere bei sicherlich Minusgraden… und warte… und warte. Insgesamt nochmal 55 Minuten! Die Bushaltestelle hatte übrigens keinen Fahrplan, daher dachte ich auch, dass der Bus jeden Moment um die Ecke kommt. Ich konnte meine Finger nicht mehr spüren. Und um mich noch ganz und gar zu schockieren, fährt der Bus erstmal an mir vorbei. Ich völlig entrüstet, was man mir wohl auch angesehen hat. Also hat der Busfahrer dann doch noch erkannt, dass ich mitfahren wollte und hat 50m später angehalten und mir erklärt, dass ich ein Handzeichen hätte geben müssen. Woher soll ich das wissen? Ist das nicht ziemlich eindeutig, wenn man in einem kleinen Ort an einer Bushaltestelle steht und die Taschen, die man auf den Boden gestellt hatte, hochhebt. Nach 2,5 Stunden bin ich dann also endlich und halb erfroren wieder in Llangollen angekommen…  und jetzt vermisse ich mein Auto noch mehr!

2 Kommentare 2.2.12 14:13, kommentieren

Tag 2: Einleben in Llangollen (31st January 2012)

So, es ist abends und ich sitze gerade in meinem Zimmer und warte auf Anna und Sarah, die mich gleich abholen werden, da wir noch in einen Pub wollen. Was kann ich spannendes über den heutigen Tag berichten? Vielleicht sollte ich mal erwähnen, dass unser Sprachkurs von 9.30 – 16.00 Uhr geht… Auf der einen Seite sehr praktisch, da ich in 2 Minuten bei ECTARC bin, brauche ich nicht wirklich früh aufstehen. Wenn man bedenkt, dass ich zuhause zwischen 7 und 7.30 Uhr anfange zu arbeiten, da ist das echt Luxus. Wobei es mir vielleicht lieber wär, wenn der Sprachkurs etwas früher anfangen würde, da man dann danach eventuell noch was machen könnte. Immerhin wird es hier schon gegen 17 Uhr dunkel und bis auf die zwei Supermärkte schließen die meisten Geschäfte in Llangollen zwischen 16 und 17 Uhr. Aber zuhause fange ich früh an und arbeite trotzdem bis ca. 16.30 Uhr, von daher Die zwei kleinen Supermärkte hier haben übrigens bis 21 bzw. 23 Uhr auf! Irritierend, immerhin sind sie nur so klein und Llangollen hat gerade mal 3000 Einwohner?! Nach unserem Sprachkurs sind wir heute noch eine Stunde bei ECTARC geblieben, wo wir WLAN haben. Und heute waren wir so schlau unsere Laptops mitzunehmen Danach sind wir noch in den „Bridgend Pub“ gegangen und haben ein regionales Bier („Unicorn“ – war ganz gut ) probiert. Und jetzt sitze ich wie gesagt hier und schreibe diese Zeilen. Morgen ist unser freier Tag, da haben wir keinen Sprachkurs. Sehr praktisch Um es in den Worten von Herr T., unserem alten Mathelehrer, zu sagen: „Immer dieser Freizeitstress!“ ;D Wir haben nämlich 4 komplett freie Tage in Llangollen: morgen, das Wochenende und nächsten Mittwoch. Danach geht es schon weiter zur nächsten Gastfamilie (wahrscheinlich in Wrexham, eine halbe Stunde von Llangollen entfernt). Jedenfalls kann ich mich nicht wirklich entscheiden (welch Seltenheit ), wo ich in der Zeit hinmöchte und was am sinnvollsten ist. Da Wrexham eine größere Stadt ist, kommt man von dort nämlich auch in viele Orte leichter. Daher sollte ich in diesen vier Tagen eher die Orte anschauen, die von Llangollen besser zu erreichen sind. Jetzt habe ich mich entschieden morgen mit Anna und Sarah nach Chirk, einer kleinen Stadt (oder eher Dorf?) in der Nähe zu fahren und dann durch das Tal dort zu laufen. Da soll es landschaftlich sehr schön sein Und jetzt klingelt es…

1 Kommentar 2.2.12 14:13, kommentieren

Ankunft in Wales

Wow, jetzt bin ich tatsächlich in Wales, wie ich es mir doch schon so lang gewünscht habe! Trotz allen Schwierigkeiten in Deutschland!

Eine mehr oder weniger kurze Zusammenfassung der ersten 24 Stunden Auslandspraktikum:
Vor dem Flug hatte ich ja riesige Angst, aber das hat erstaunlich gut geklappt. Bzw. so toll war es jetzt auch nicht am Flughafen zu erfahren, dass mein Koffer 20,8kg wiegt und damit jetzt schon 0,8kg zu schwer ist. Zum Glück hatten Anna und Sarah, die ebenfalls die nächsten 8 Wochen mit mir in Wales verbringen werden, da deutlich unter 20kg. Fragt sich nur, wie das bei mir mit dem Rückflug funktionieren soll… aber das dauert ja noch 8 Wochen
Meine Packweise war auch nicht so ideal, da ich am Flughafen noch meinen Laptop auspacken musste auf dem tausende Sachen lagen. Dann hatte der Flug auch noch ca. 45 Minuten Verspätung beim Abflug, bei der Ankunft noch ca. 30 Minuten. Der Flug an sich war aber gar nicht schlimm, selbst der Start und die Landung haben mir eigentlich keine Angst gemacht. Und so habe ich jetzt endlich meine eingebildete Flugangst überwunden
Nach dem ersten „Oh Gott, hier ist keiner der uns abholt“ kam dann doch jemand, sodass wir dann gegen 1 Uhr nachts Ortszeit (in Deutschland wäre das 2 Uhr nachts) bei unseren Gastfamilien ankamen. Beziehungsweise bei mir ist es eher nur eine Gastmutter. Sie lebt alleine und ist auch Vegetarierin, daher werden Vegetarier oft zu ihr geschickt, hat sie mir erzählt. Aber das ist ja eigentlich auch ganz praktisch
Es ist schwer über die Gastmutter nach nichtmal 24 Stunden zu urteilen. Erst dachte ich, sie interessiert sich relativ wenig für mich und wahrscheinlich auch ihre anderen Austauschschüler, die sie sonst hat. Aber beim Abendessen war sie dann doch ganz nett und hat viel mit mir geredet. Also ist mein Eindruck im Allgemeinen doch recht positiv. Jedoch ist es noch etwas gewöhnungsbedürftig das auf dem Sofa zu essen, da die Gastmutter keinen Esstisch hat. Das mache ich zwar zuhause auch ab und zu, aber meistens nur bei einfachen Speisen wie Pizza oder ähnliches. Und die Wohnung ist ziemlich voll, daher habe ich beispielsweise im Bad überhaupt keinen Platz mehr irgendwo meine Sachen hinzulegen, daher trage ich sie immer vom Bad in mein Zimmer usw. Als positiven Punkt muss man aber das wirkliche riesige und tolle Bett nennen! Das ist echt klasse
Heute Morgen ging es dann bei ECTARC (das ist die Organisation in Wales, die sich um mich kümmert) los. Nach einer kurzen Einführung zum Programmablauf und allgemeinen Dingen begann der Sprachkurs. Insgesamt sind wir zehn Leute, wir drei aus Deutschland und sieben Franzosen. Mit meinen 18 Jahren komme ich mir noch etwas jung vor, da die Franzosen zum größte Teil um die 25 Jahre alt sind und auch Anna und Sarah älter sind, wenn auch nur ein paar Jahre.
Allgemein fühle ich mich bei ECTARC und in dem Sprachkurs allerdings gut aufgehoben. Die Mitarbeiter bei ECTARC sind sehr nett und wirken sehr kompetent. Ehrlicherweise muss ich jedoch sagen, dass ich jetzt bei dem Sprachkurs noch nicht allzuviel gelernt habe, jedoch denke ich, dass es auf jeden Fall auch gut ist Englisch zu hören und zu sprechen, wenn auch nur auf einfachem Niveau, um sich dabei an die Sprache zu gewöhnen.
Am Nachmittag hatten wir dann noch kurze Einzelgespräche zu unserem „Work Placement“, also unserem Arbeitsplatz für die sechs Wochen nach dem Sprachkurs. Dort habe ich erfahren, dass ich höchstwahrscheinlich in die Glyndwr Library in Wrexham, das ist die University Library, kommen werde und nicht wie vom ILE (meiner Austauschorganisation in Berlin) gesagt in die St. Deinols bzw. Gladstone‘s Library. Allerdings finde ich das jetzt nicht schlimm, im Gegenteil. Mit meinem voraussichtlichen Arbeitsgebiet bin ich doch sehr zufrieden, hört sich sehr interessant und vielfältig an. Unter anderem heißt es, dass ich bei Anfragen, Recherchen, beim Einstellen (na gut, einstellen ist jetzt nicht meine Lieblingsaufgabe ), am Library Helpdesk und am Enquiry Helpdesk, beim Katalogisieren und noch vielem mehr helfen darf. Außerdem darf ich an Meetings wie dem „North Wales Libraries Partnership AGM“ teilnehmen. Hört sich interessant an, mal sehen ob wirklich so ein Meeting stattfinden in der Zeit in der ich dort bin. Ansonsten kann ich wohl auch noch einen Einblick in die Public Library und das Yale College bekommen, d. h. dort kann ich vielleicht einen Tag Praktikum machen oder sowas, nehme ich an. Hört sich auf jeden Fall sehr vielfältig und interessant an.
Nach dem Sprachkurs bin ich mit Sarah und Anna noch etwas den Ort anschauen gegangen und habe begeistert im Supermarkt gedacht „So viele tolle Sachen, die so lecker aussehen und die es in Deutschland nicht gibt! Die muss ich alle probieren!“ Also werde ich wohl kugelrund wiederkommen Und noch ein ganz wichtiger Gedanke: „Tee!“
Damit verabschiede ich mich für den ersten Tag, wobei ich das eh erst frühstens morgen (31.01) online stellen kann, da ich nur bei ECTARC oder in der Llangollen Public Library Internet habe. Für die jenigen, die es nicht wissen (das dürften 99 % sein =D): Es wird übrigens ungefähr „Thlangochlen“ ausgesprochen.

3 Kommentare 31.1.12 14:49, kommentieren